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Rezension >> Blind Date mit der Liebe von Kari Lessír


Taschenbuch: 284 Seiten
Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (12. September 2016)
Sprache: Deutsch

Klappentext:
In Ninas Leben steht die Arbeit an erster Stelle. Als Anzeigenverkäuferin gibt sie alles, und so hat sie für eine Beziehung gerade weder Zeit noch Lust. Mit den Gedanken noch immer im Büro, stößt sie beim Joggen mit Jan zusammen, einem – zugegeben – heißen Typen. Der sich allerdings wenig charmant verhält und sie genervt anschnauzt. Nicht mit ihr: Sie faucht zurück und lässt ihn stehen.

Kurz darauf sieht sie ihn wieder. Nur er sie nicht: Er ist blind. Das deutlich spürbare Knistern zwischen ihnen lässt sich davon nicht beirren. Trotzdem zögert Nina. Kann sie sich wirklich in jemanden verlieben, der sie nicht sehen kann? Und der vielleicht auf ihre Hilfe angewiesen ist? Wie ist das mit ihrem bisherigen Leben vereinbar?

Aber auch Jan ist unsicher: Sein Alltag ist klar strukturiert. Dadurch kommt er mit seinem Handicap gut zurecht. Für eine Frau gibt es da eigentlich keinen Platz. Ist es Nina wert, für sie sein Leben komplett umzukrempeln?

Inhalt:
Die 32 Jährige Nina arbeitet als Anzeigenverkäuferin und ist frustriert mit ihrem Job, da die Firma nicht die geplanten Umsatzzahlen erreichen. Um ihren Frust abzubauen beschloss sie nach der Arbeit joggen zu gehen. Nina ging heim, zog sich um und nur wenige Minuten später errichte sie den Wiesbadener Kurpark. Dort lief sie ihre übliche Runde, bis zur Dietenmühle und wieder zurück. Auf dem Rückweg blendete sie die Sonne und aus dem nichts tauchte ein Hund mit seinem Herrchen auf. Im nächsten Augenblick lag Nina auch schon auf dem Erdboden! Als sie sich abputzte und schaute ob noch alles heil ist und an seinem Platz war, hörte sie schon den Mann der ebenfalls auf dem Boden lag lautstark schimpfen.


Nina entschuldigte sich sofort bei dem fremden Mann, doch nun kam er erst richtig in Fahrt. Sie wusste gar nicht wie ihr geschieht und bevor es noch zu einer richtigen Diskussion kommt entschuldigte sich Nina erneut bei dem unsympathischen Fremden, dreht sich um und setzte ihre Runde fort. Am Ausgang des Parks hielt sie an dem Tennisplatz an, um zum Abschluss noch ein paar Dehnübungen zu machen, als sie an ihren Beinen einen Hund bemerkte. Sie hörte ein Pfeifen und den Namen Linus rufen. Sie kannte die Stimme und drehte sich um. Es war der Fremde Mann, den sie vorhin umgerannt hatte. Nina bemerkte plötzlich das er einen weißen Stock vor seinen Beinen hin und her rollen ließ. Nun wurde ihr bewusst, der Fremde war blind.

Nina war der Zusammenstoß von vorhin gleich noch viel unangenehmer und Entschuldigte sich ein 3 mal. Der Fremde grinste sie an und entschuldigte sich ebenfalls für sein unmögliches Verhalten. In seinem nächsten Atemzug fragte er sie ob er sie heute Abend auf einen Drink in der Philharmonie einladen darf. Sie sollte seine Einladung nicht sofort beantworten, wenn sie mag soll sie vorbeikommen, er ist da und würde sich überraschen lassen. Er legte seinem Hund das Führgeschirr an, grinst Nina zu und lief in Richtung Ausgang. Minuten lang stand Nina perplex da und haderte mit sich, ob sie die Einladung annehmen soll oder nicht.
Warum sollte sie sich mit einem Blinden treffen, von dem sie noch nicht einmal seinen Namen weiß? Nina musste sich aber eingestehen das der Fremde doch sehr attraktiv war.

Nina stand vor der Philharmonie, noch könnte sie sich umdrehen und gehen aber was hat sie denn zu verlieren? Nichts!

Sie stieg die Treppe hinauf und ging durch die Tür. Ihr Blick schweifte durch den Raum und da saß er. Der Fremde stand auf und ertastete sich den Weg zu ihr. Er hat ein Lächeln auf den Lippen und freute sich sehr das Nina gekommen ist. Nun stellte er sich auch das erste mal vor. Sein Name war Jan! Als die beiden an ihrem Tisch saßen, fragte er sie ob sie was trinken möchte, woraufhin er ihr eine Weinschorle bestellte. Nina fühlte sich dennoch etwas unwohl, da sie nicht richtig wusste mit der Situation umzugehen. Jan spürte es sofort und wollte ihr gleich die Unsicherheit nehmen. Er beschrieb sie, ihre Größe, ihre Statur, wie sie sich innerlich fühlte und welches Parfüm sie trägt.

Nina war verblüfft, denn jeder einzelne Punkt stimmte überein. Als der Wirt wieder an den Tisch kam, bestellten die beiden etwas zu essen. Sie bewunderte es wie locker Jan mit seiner Behinderung die er vor 5 Jahren bekommen hat umging.
Es gab keine Moment wo peinliche Stille aufkam, sie führten ein tolles Gespräch miteinander und so erfuhr sie das Jan einen ganz normalen Job in einem Call Center nachging. Nina bemerkte erst jetzt das Jan eigentlich ein ganz normaler Mensch ist, der Familie, Freunde und eine Arbeit hat. Bis auf den kleinen Unterschied, das er blind ist.

Dennoch stellen sich die Fragen:
Kann Nina einen Menschen lieben der blind ist und der oft auf Hilfe von anderen angewiesen ist?
Hat Jan eigentlich Platz in seinem strukturierten Leben für eine Frau?
Werden die beiden für die Liebe alles riskieren können?

Meine Meinung:
Zu aller erst möchte ich auf das Cover eingehen. Ich finde es wunderschön und es passt sehr gut zu dem Inhalt des Buches. Mich hat die Geschichte von Anfang an sehr angesprochen, da die Handlung mal ganz anders war. Es ist mal eine etwas andere Liebesgeschichte. In dem Buch bekommt man einen kleinen Einblick was es den heißt blind zu sein, mit welchen Vorurteilen man zurecht kommen muss und wie das normale Leben eines Blinden aussieht. An einigen Stellen ist es mir richtig ans Herz gegangen oder hat mich fassungslos gemacht, als die Geschichte eine recht dramatische Wendung genommen hat. Das Buch regt zum nachdenken an und es bringt zum Ausdruckt, das jeder Mensch auf seine eigene Art und Weise liebenswert ist und Liebe verdient hat!
Mein Dank geht noch einmal an die liebe Kari Lessir die mir das tolle Buch zur Verfügung gestellt hat. 
Liebe Grüße 💋

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